Armin Wierer soll Bürgermeisterkandidat werden

Bei der FWG-Versammlung am 05.11.2018 stellte Vorsitzender Peter Renoth, den zahlreich Anwesenden das neue Mitglied Armin Wierer vor, der vor kurzem der FWG beigetreten ist. Renoth ging nicht weiter auf die ganze Vorgeschichte ein, da sollte Wierer selbst noch die Gelegenheit haben auf die Fragen der Anwesenden zu antworten. Renoth führte nur an, dass ja bereits in der Presse angedeutet war, dass Wierer eine neue politische Heimat finden möchte. Und was lag da näher, als die FWG. Es wurde ja auch nach der Landtagswahl von der CSU der erste Kontakt zu den Freien Wählern gesucht, da man sich inhaltlich doch recht nahe steht. Wobei Renoth aber gleich deutlich machte, dass die FWG Bayerisch Gmain eben eine unabhängige Wählervereinigung ist, und nicht der Partei der Freien Wähler angehört. Die FWG Bayerisch Gmain wird bei dieser Linie bleiben, und die ganze Arbeit und Aufmerksamkeit immer nur auf die Gemeinde beschränken, betont Renoth.

Dann übergab er das Wort an Neumitglied Wierer, der den Anwesenden seine Beweggründe für den Wechsel zur FWG schilderte. Bereits in der Heimat-Zeitung war zu lesen, dass es in der CSU-Ortsgruppe inhaltliche Differenzen gab, die nicht mehr zu überbrücken waren. Dabei ging es auch um eine mögliche Kandidatur für die kommende Wahl zum ersten Bürgermeister. Auch wenn dabei alle Wege förmlich eingehalten wurden, so war für ihn doch erkennbar, dass im Vorstand und auch in der Fraktion der nötige Rückhalt und damit gegenseitiges Vertrauen fehlte. Aus dem Grund hat er dann die Konsequenzen gezogen, den Vorsitz in der Ortsgruppe niedergelegt und seine Mitgliedschaft in der CSU gekündigt. All das war -so wie der provisorische Ortsvorstand anschließend in der Presse erklärte- ein ganz normaler demokratischer Vorgang, dass sich die Partei eben einen für sie geeigneten Kandidaten sucht.

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von links: 2. Vorsitzender Hubert Wein, Vorsitzender Peter Renoth, Neumitglied Armin Wierer

Die Kritik in der letzten Gemeinderatssitzung, dass die Leitung der Gemeinde nur von einem hauptamtlichen Bürgermeister zu bewältigen ist, weist Wierer zurück. Vielmehr ist er überzeugt, dass diese gut ausgebildete Mannschaft ganz bestimmt viele Aufgaben selbständig übernehmen kann, wenn sie gut organisiert und motiviert ist. Dann wird die viel propagierte Bürgernähe nicht nur plakativ vorweg getragen, sondern wirklich gelebt, schloss er seinen Vortrag. Bei der sich anschließenden Diskussion gab es noch viele Anregungen. Jedenfalls wurde von den Mitgliedern ein überwältigendes Interesse am weiteren Weg von Armin Wierer in der FWG bekundet.